Session 2 - Inneres Kind

Retreat - Selbstfindung - Alle Lebensprobleme beinhalten in der Hauptsache Beziehungsthemen und diese sind als Lernerfahrungen tief im Unterbewusstsein verankert und erzeugen unser Verhalten - sogar welche Partner man anzieht. Wir kreieren unser Schicksal selbst - unbewusst gesteuert von den dort abgespeicherten Erlebnissen. Eine gute Therapie muß also immer die Primärinformationen verändern. Was dabei erlebt wird und wie Befreiung geschieht, erfährst du hier. Dies ist eine Erstsession. Sie kostet 200 € (2016.) - Dauer etwa 2 Stunden. Bernd Joschko hilft beim "inneren Aufräumen".

Eine KI interpretiert aus psychoanalytischer Sicht die Innenweltbilder und den Aufdeckungsprozess.

 

...tiefgreifende Wirkung der Kriegserzählungen seines Großvaters und die emotionale Distanz zu seinem inneren Kind

Dieter - Inneres Kind - KI 615

Tiefgreifende emotionale Konflikte und eine komplexe innere Welt offenbaren sich in Dieters psychobionischer Reise ins Unterbewusstsein, geprägt von Trauma und Vermeidungsstrategien.

In der Sitzung mit Dieter, einem Klienten, der die Technik der Psychobionik in Anspruch nimmt, offenbaren sich tiefgreifende emotionale Konflikte und eine komplexe innere Welt. Dieter unternimmt eine imaginative Reise in sein Unterbewusstsein, beginnend mit einer Visualisierung von Treppen, Türen und schließlich einer Kirche, die symbolisch für verschiedene Aspekte seines Lebens und seiner Psyche steht. Dieters emotionale Lage ist durch eine Mischung aus Vereinsamung, Indifferenz und einer gewissen Faszination für die durch seine Psyche erzeugten Symbole gekennzeichnet.

Die Sitzung offenbart mehrere zentrale Konflikte in Dieters Leben, darunter die traumatischen Erinnerungen an einen gewalttätigen Vorfall in seiner Kindheit, die tiefgreifende Wirkung der Kriegserzählungen seines Großvaters und die emotionale Distanz zu seinem inneren Kind. Dieter zeigt einen starken Widerstand gegen die Auseinandersetzung mit seinem inneren Kind und anderen belastenden Aspekten seiner Vergangenheit, was auf eine tief verwurzelte Vermeidungsstrategie hinweist.

Die dialogische Interaktion mit verschiedenen symbolischen Gestalten und Erinnerungen ermöglicht es Dieter, einige seiner emotionalen Blockaden und Ängste zu erkennen, allerdings bleibt eine gewisse Distanz und Vermeidungshaltung bestehen. Insbesondere die Konfrontation mit dem inneren Kind und den gewalttätigen Aspekten seines Großvaters als Teil seiner Psyche spiegeln die Komplexität und Tiefe seiner inneren Konflikte wider.

Trotz gelegentlicher Einsichten und dem Erreichen gewisser emotionaler Durchbrüche, wie dem Weinen in der öffentlichkeit, was auf eine vorübergehende Entlastung von aufgestautem emotionalen Druck hinweist, bleibt Dieter ambivalent gegenüber dem Prozess der inneren Auseinandersetzung und Heilung. Seine eigensinnige, teils verweigernde Haltung zeigt die Herausforderungen auf, die in der therapeutischen Arbeit mit tief sitzenden Traumata und Abwehrmechanismen verbunden sind.

Zusammenfassend stellt die Sitzung eine intensive Erkundung von Dieters innerer Welt dar, die von Konflikten, Vermeidungsstrategien und einer tiefen Sehnsucht nach Verständnis und Heilung geprägt ist. Die Psychobionik dient als Mittel, um Zugang zu Dieters Unterbewusstsein zu erhalten und bietet Einblicke in die Komplexität seiner psychischen Verfassung, ohne jedoch eine abschließende Lösung oder vollständige Aufarbeitung seiner Problematiken zu erreichen.

 

Doch selbst jetzt, in dieser Schönheit, fühle ich mich allein, verloren.

Ich stehe am Anfang einer Treppe, die mich nach unten führt, und spüre schon, wie meine innere Abwehr sich regt. Ich will nicht hinabsteigen, nicht in die Tiefe meiner eigenen Psyche eindringen, doch eine Stimme treibt mich an. Mit jedem Schritt, den ich nach unten mache, wird meine Anspannung größer. Unten angekommen, öffnet sich vor mir ein Gang mit Türen – jede könnte ein neues Kapitel meiner Vergangenheit, meiner Ängste oder ungelösten Konflikte sein. Ich zögere, mich irgendeiner zu nähern.

Als ich aufgefordert werde, mir die Türen genauer anzuschauen, sieht mein inneres Auge eine Umgebung, die mich unwohl fühlt. Eine Kaserne. Ordnung, Strenge, keine Wärme. Fast reflexartig wehre ich mich innerlich dagegen, hier sein zu müssen. Es ist ein Ort, der mich nichts fühlen lässt außer eine dumpfe Ablehnung gegen alles, was damit verbunden sein könnte.

Auf die Aufforderung hin, eine Tür soll blinken, die mir wichtig ist, widerstrebt mir der Gedanke, dass ich mich einer konkreten Erinnerung oder einem Aspekt meines Selbst stellen soll. Doch ich folge widerwillig und sehe tatsächlich eine Tür blinken. Ich schreibe meinen Namen darauf, fast als würde ich damit einen Teil meiner Identität in diesen dunklen Gang einbetten. Eine Handlung, die mir widerstrebt, denn es fühlt sich an, als würde ich mich selbst in diesen unergründlichen Tiefen verlieren.

Die Kirche, die sich hinter der Tür verbirgt, überrascht mich. Sie ist hell und mit buntem Glas, das die Sonne durchlässt. Ein Moment der Ruhe und des Friedens, vielleicht das erste Mal, dass ich auf dieser Reise etwas Schönes sehe. Doch selbst jetzt, in dieser Schönheit, fühle ich mich allein, verloren. Die Isolation ist erdrückend, auch wenn die Umgebung es nicht ist. Ich frage mich, warum ich hier bin, was dieser Ort mir sagen will.Die Dunkelheit, die plötzlich eintritt, als wäre Nacht hereingebrochen, und die Kutsche, die erscheint, verstärken mein Gefühl der Unsicherheit und der Angst vor dem Unbekannten. Es fühlt sich an, als würde ich auf eine Reise geschickt, deren Ziel ich nicht kenne und die ich nicht antreten möchte.

Im Museum, das sich als nächstes zeigt, bin ich umgeben von Bildern, die ich nicht deuten kann. Es ist, als würde ich durch die Galerie meines Lebens wandeln, ohne die Kunstwerke zu verstehen, die meine Geschichte erzählen.

Als ich schließlich zum Haus meiner Oma geführt werde, zu meinem Opa im Garten, fühle ich eine Verbindung zur Vergangenheit, aber auch eine tiefe Traurigkeit. Die Gespräche mit meinem Opa, seine Geschichten aus dem Krieg, die Tränen – es ist eine Last, die ich immer mit mir herumgetragen habe, ohne wirklich zu wissen, wie ich sie ablegen kann.

Jeder Versuch, mich meinem inneren Kind oder den prägenden Figuren meiner Vergangenheit zu nähern, stößt auf meine Abwehr. Ich kann nicht mit ihnen reden, ich kann mich ihnen nicht öffnen. Es ist, als würde ich mich selbst vor den tiefsten Ecken meiner Seele schützen wollen, aus Angst vor dem, was ich finden könnte. Diese Reise durch meine Innenwelt ist ein Kampf. Ein Kampf zwischen dem Wunsch zu verstehen, zu heilen und der fast überwältigenden Neigung, alles abzuwehren, was mich zwingen könnte, mich meinen Ängsten, meinem Schmerz und meiner Einsamkeit zu stellen. Es ist eine Reise, die ich antreten muss, aber ich bin noch nicht bereit, mich ihr voll und ganz hinzugeben.

 

Am Ende der Sitzung offenbarte sich eine deutliche Veränderung:

Zu Beginn der Sitzung erlebte Dieter eine Welt der Einsamkeit und Leere in der Kirche, ein Symbolbild, das zunächst für ihn alleine stand und durch bunte Scheiben eine gewisse Helligkeit und Farbigkeit erhielt. Dieses Bild war emotional neutral geprägt; er fühlte sich indifferent, weder Freude noch Trauer bestimmten sein Empfinden. Er war einfach nur da, allein mit seinen Gedanken und Empfindungen, ohne direkte Verbindung zu seinen inneren Anteilen oder tieferen emotionalen Schichten.

Am Ende der Sitzung offenbarte sich eine deutliche Veränderung: Die Kirche, anfänglich ein Ort der Einsamkeit, war nun ein Raum voller Leben und Lebendigkeit, gefüllt mit Menschen und Fackeln, die Licht ins Dunkel brachten. Obwohl es dusterer geworden war, symbolisierte dies eine Annäherung Dieters an seinen inneren Schatten, eine Konfrontation mit tiefer liegenden emotionalen Schichten und unverarbeiteten Ereignissen. Dieter fühlte sich nun als Teil der Menschenmenge, integriert und zugehörig, nicht mehr isoliert von seinem inneren Erleben. Diese Veränderung deutet auf eine emotionale Verschiebung hin, von der Isolation hin zur Verbundenheit, von der Indifferenz zur emotionalen Teilnahme.

Die emotionale und erkenntnisbereichernde Entwicklung Dieters zeigt sich in der Transformation des Anfangsbildes zur Szenerie am Ende der Sitzung. Während er zu Beginn noch distanziert und unberührt von seinem inneren Erleben war, deutet das Ende auf einen Prozess der Annäherung an seine inneren Konflikte und ungelösten emotionalen Themen hin. Die Anwesenheit der Menschen und die düstere Atmosphäre symbolisieren die Bereitschaft, sich diesen Herausforderungen zu stellen und den Weg zur inneren Heilung und Integration zu beschreiten. Diese Entwicklung spiegelt einen wichtigen Schritt in Dieters therapeutischem Prozess wider, der ihn von einer anfänglichen emotionalen Stagnation zu einer tieferen emotionalen und erkenntnisreichen Auseinandersetzung mit sich selbst führt.