| Retreat - Selbstfindung - Alle Lebensprobleme beinhalten in der Hauptsache Beziehungsthemen und diese sind als Lernerfahrungen tief im Unterbewusstsein verankert und erzeugen unser Verhalten - sogar welche Partner man anzieht. Wir kreieren unser Schicksal selbst - unbewusst gesteuert von den dort abgespeicherten Erlebnissen. Eine gute Therapie muß also immer die Primärinformationen verändern. Was dabei erlebt wird und wie Befreiung geschieht, erfährst du hier. Dies ist eine Erstsession. Sie kostet 200 € (2016.) - Dauer etwa 2 Stunden. Bernd Joschko hilft beim "inneren Aufräumen". Eine KI interpretiert aus psychoanalytischer Sicht die Innenweltbilder und den Aufdeckungsprozess. |
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Insgesamt präsentiert sich der Klient als komplexer, vielschichtiger Mensch
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In der Sitzung zwischen dem Psychoanalytiker, der sich auf Psychobionik spezialisiert, und dem männlichen Klienten, wird eine eindringliche Reise in die Gefühlswelt und Konflikte des Letzteren unternommen. Der Klient, ein Mann mittleren Alters, offenbart eine komplexe innerpsychische Landschaft, die von einem starken Kontrollbedürfnis, einer tiefen Angst vor dem Tod und der Fähigkeit, emotionale Berührbarkeit zu zeigen, geprägt ist. Trotz seiner Selbstbeschreibung als Atheist, der keinerlei religiöse oder spirituelle Überzeugungen hegt, wird deutlich, dass er sich intensiv mit Fragen des Lebenssinns, der Überlebensfähigkeit und der persönlichen Entwicklung auseinandersetzt. Der Klient präsentiert sich als jemand, der im Leben vielfache und teils extreme Erfahrungen gesammelt hat, von gewalttätigen Überfällen über den Verlust nahestehender Personen bis hin zu beruflichen Herausforderungen. Er zeigt sich dabei als eine resiliente Persönlichkeit, die trotz aller Widrigkeiten einen starken Lebenswillen und ein hohes Maß an Eigenverantwortung aufweist. Seine Fähigkeit zu tiefer emotionaler Empfindung, insbesondere im Bezug auf Musik und persönliche Beziehungen, steht im interessanten Kontrast zu seinem rationalen, kontrollierten Verhalten im Alltag und seiner Skepsis gegenüber traditionellen religiösen Vorstellungen und dem Glauben an ein Leben nach dem Tod. Die Sitzung offenbart zudem eine tiefgehende Auseinandersetzung des Klienten mit seiner Vergangenheit und den prägenden Einflüssen seiner Familie, insbesondere der Beziehung zu seiner Mutter und den Auswirkungen ihrer Lebensentscheidungen auf sein eigenes Dasein. Trotz einer gewissen Distanz zu emotionaler Offenheit in therapeutischen Prozessen zeigt sich der Klient durchaus introspektiv und reflexiv, was auf eine innere Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit eigenen Schwächen und Ängsten hindeutet. Die Beziehung zu seiner Partnerin Sarah scheint eine wichtige Rolle in seinem Leben zu spielen, wobei der Klient ihre Entwicklung und Veränderung durch Krankheit und persönliche Krisen als Herausforderung, aber auch als Bereicherung wahrnimmt. Diese Beziehung dient ihm als Spiegel eigener Verhaltensmuster und als Feld für persönliches Wachstum. Insgesamt präsentiert sich der Klient als komplexer, vielschichtiger Mensch, der trotz oder gerade wegen seiner Kontrollmechanismen und seiner kritischen Weltsicht eine tiefe Sehnsucht nach Sinn, emotionaler Verbundenheit und Authentizität hegt. Die Sitzung deckt einen inneren Konflikt zwischen der Sehnsucht nach emotionaler Offenheit und der Angst vor Kontrollverlust auf – eine Dynamik, die den Klienten zu einer faszinierenden Persönlichkeit macht, die auf ihrem Lebensweg noch viele Entdeckungen vor sich hat. |
Es ist, als hätte ich einen verlorenen Teil von mir wiedergefunden, einen Teil, der mir Kraft und Mut gibt.
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Langsam nähere ich mich der Tür. Meine Hand zögert einen Moment, bevor ich den Knauf ergreife. Die Tür fühlt sich kühl an, fast als würde sie mich gleichzeitig einladen und warnen. Mit einem tiefen Atemzug öffne ich sie und trete in einen großen Raum ein, dessen Größe mich zunächst überrascht. Es fühlt sich an, als hätte ich einen verborgenen Teil meines Inneren betreten, einen Raum, der gleichzeitig fremd und vertraut ist. Der Raum gleicht einem alten Klassenzimmer, ausgestattet mit alten Bänken, die Geschichten vergangener Generationen zu flüstern scheinen. Es ist eine merkwürdige Mischung aus Alt und Neu hier – die Bänke sind alt, doch die Tische sind neu, glänzend und unberührt. Diese Diskrepanz verwirrt mich, lässt mich jedoch auch tiefer in diesen Raum meines Unterbewusstseins eintauchen. Ich stehe allein in diesem Raum, umgeben von der Stille, die nur von meinem eigenen Atem unterbrochen wird. Es ist merkwürdig beruhigend hier, trotz der spürbaren Spannung, die in der Luft liegt. Ich spüre keine Angst, nur eine tiefe Neugier, was dieser Raum mir über mich selbst erzählen will. Plötzlich bemerke ich, dass ich nicht allein bin. Vor mir steht ein Mann, seine Hände auf dem Rücken verschränkt, als würde er auf etwas warten. Er scheint mir vertraut, fast als wäre er ein Teil von mir, den ich lange ignoriert habe. Ein innerer Helfer, der geduldig auf den Moment gewartet hat, in dem ich bereit bin, ihn anzuhören. Ich frage mich, was er mir zeigen möchte. Folge ihm durch den Raum, durch die Tür hinaus, zurück in den Gang, der nun nicht mehr nur ein Gang ist, sondern ein Pfad zu Erinnerungen und Einsichten. Doch ich sehe nichts Konkretes, nur die vagen Umrisse dessen, was sein könnte oder einmal war. Meine Gedanken wandern zur Turnhalle meiner Kindheit, einem Ort der Freude, des Lachens und der Träume. Ein Ort, an dem ich mich stark und unbesiegbar fühlte. Ich sehe mich dort als Kind, voller Energie und Tatendrang. Doch zugleich spüre ich eine Melancholie, eine Sehnsucht nach einer Zeit, die längst vergangen ist. Ich spreche mit diesem jüngeren Ich, versuche Verbindung aufzunehmen, doch es fühlt sich an, als wäre zwischen uns eine unsichtbare Barriere. Trotzdem spüre ich eine tiefe Verbundenheit, ein Verständnis ohne Worte. Es ist, als hätte ich einen verlorenen Teil von mir wiedergefunden, einen Teil, der mir Kraft und Mut gibt. Diese innere Reise führt mich zu der Erkenntnis, dass ich viele Facetten habe, einige vertraut und andere noch unentdeckt. Jeder Raum, jede Begegnung in meinem Inneren zeigt mir einen neuen Aspekt meiner selbst. Es ist ein ständiges Entdecken, ein Prozess, der nie abgeschlossen ist. Ich erkenne, dass meine emotionale Landschaft reich und vielschichtig ist. Dass Angst und Freude, Vergangenheit und Gegenwart, Schmerz und Glück nebeneinander existieren können. Dass ich stark und verletzlich zugleich bin. Und dass es in Ordnung ist, nicht immer Antworten zu haben, sondern einfach nur zu sein, zu fühlen und zu erkunden. Mit einem tiefen Atemzug verlasse ich den Raum, den Gang, kehre zurück in die Realität. Doch ich fühle mich verändert, als hätte diese Reise etwas in mir gelöst, mir neue Perspektiven eröffnet. Ich bin bereit, meinen Weg weiterzugehen, mit einer neuen Offenheit für alles, was das Leben mir zu bieten hat.
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Die Deutung der Symbole und die Veränderung
der inneren Bilder
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Die Erzählungen zeigen auch, dass er eine hohe Resilienz besitzt und in der Lage ist, schwierige Lebensereignisse und Herausforderungen zu verarbeiten und daraus zu lernen. Seine Fragen nach dem Sinn des Lebens, sein Interesse an Überlebensstrategien und seine Auseinandersetzung mit Tod und Sterblichkeit weisen auf eine tiefe philosophische und existenzielle Neugier hin. Obwohl er keine akuten Sorgen zu haben scheint, könnte eine weiterführende psychoanalytische Arbeit mit ihm interessant sein, um tieferliegende Themen, wie z.B. seine Angst vor dem Tod, seinen Kontrollbedarf und seine Aggressionsbewältigung, zu explorieren. Diese Themen könnten in zukünftigen Sitzungen aufgegriffen werden, um ihm zu helfen, noch unerkannte Aspekte seines Selbst zu verstehen und zu integrieren. |